03/2021

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Schwache Nachfrage belastet Weizen

Die aktuelle Exportstatistik trübt die Freude über russische Steuererhöhungen. Ein Einbruch am Sojakomplex setzt Mais unter Druck. Der Euro legt wieder zu.

Weizen: Nach dem verlängerten Wochenende starteten die Weizenkontrakte mit gemischten Vorzeichen in die neue Handelswoche. An der Chicago Board of Trade (CBoT) verlor der Frontmonat März 3,25 Cent auf 672,25 Cent/bushel (202,10 €/t). In Paris traten die Weizenkontrakte am Dienstag auf der Stelle. Der März notierte an der Euronext wie am Vortag bei 235,75.

US-Weizen konnte die Zuwächse aus dem frühen elektronischen Handel nur zum Teil bis zum Abend verteidigen. So wurde die anfängliche Kauflaune, aufgrund der bevorstehenden Exportsteuererhöhung in Russland, durch die etwas enttäuschenden wöchentlichen Exportzahlen getrübt. Für die Woche bis zum 14. Januar verzeichnete das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) Weizenausfuhren in Höhe von 276.898 t. Das waren gut 4.000 t weniger als in der Vorwoche bzw. 46 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Vorjahres. Die Liste der Zielländer wurde von Indonesien angeführt. Die Philippinen sowie Japan schrieben jeweils einen neuen Tender über 100.000 t Weizen aus. Die Türkei verschob unterdessen die Schließung eines Tenders über 400.000 t von Dienstag auf Freitag. Ein heftiger Wintereinbruch verhinderte, dass es einige Teilnehmer rechtzeitig zum anberaumten Tender-Meeting schafften.

Mais: Bei den Maiskontrakten bestätigte sich der Abwärtstrend aus dem frühen elektronischen Handel im weiteren Tagesverlauf. Der Frontmonat März verlor an der CBoT in Chicago 5,50 Cent auf 526,00 Cent/bushel (169,70 €/t). An der Euronext in Paris gaben die Maiskontrakte am Dienstag geringfügig nach. Der März verlor 0,50 € auf 216,50 €/t.

In erster Linie drückte der starke Kursverfall des Sojakomplex‘ auf die Marktstimmung. Dass der Rücksetzer hier jedoch etwas moderater ausfiel lag zum einen an der möglichen Beschränkung der ukrainischen Maisexporte sowie der unverändert hohen Exportnachfrage. So verkündete das USDA den Exportverkauf über 128.000 t Mais nach Japan sowie einen weiteren über 100.000 t nach Israel, beide sollen im laufenden Geschäftsjahr erfolgen. Ferner schrieb Taiwan einen internationalen Tender über 65.000 t aus. Das Analystenhaus AgRural berichtete, dass bereits 3,4 Prozent der ersten brasilianischen Maisernte eingeholt wurden. Der Vorjahreswert lag bei 2,5 Prozent. Unterdessen sorgen derzeit ergiebige Niederschläge in Brasilien für eine spürbare Entspannung der Anbausituation und einer Besserung der Ertragsaussichten.
 
Für die Woche bis zum 14. Januar verzeichnete das USDA Maisausfuhren in Höhe von 34,517 Mio. bushel. Das war geringfügig weniger als in der Vorwoche jedoch mehr als doppelt so viel, wie in der Vergleichswoche des Vorjahres. Die Liste der Zielländer wurde von Mexiko vor Japan und Kolumbien angeführt.

Euro: Der Euro konnte am Dienstag Boden gut machen. Im späten Handel in Frankfurt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2129 US-$. Die EZB setzte den Referenzkurz zuvor bei 1,2132 US-$ fest. Für Auftrieb sorgte unter anderem die Nachricht aus Deutschland, dass ein noch schwererer Lockdown, der die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten zum Erliegen bringt, vorerst vom Tisch ist. In Italien konnte zudem eine drohende Regierungsneubildung oder gar Neuwahl abgewendet werden. Heute Morgen steht die Gemeinschaftswährung bei 1,21 $.

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