04/2019

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Getreide 23.01.2019: Die lange erwartete Verlangsamung der russischen Exporte setzt nun ein. Die internationalen Getreidemärkte bleiben freundlich gestimmt. In Paris schloss Weizen am Dienstag mit einem Plus von 75 Cent auf 205,75 €/t. Es war der fünfte Handelstag in Folge, der ohne Verluste endete. Auch in Chicago waren die Vorzeichen grün. Der März kletterte um 3,50 auf 521,25 Cent/bushel und steht heute Morgen bei 523 Cent/bushel (169,06 €/t) leicht im Plus.
Die wöchentlichen Exportzahlen in den USA sorgten für keine Begeisterung, waren aber solide. 517.000 t bedeuten gegenüber der Vorwoche ein Minus von 5,5 Prozent, lagen aber um 23 Prozent über der Menge im Vorjahr. Besonders aufmerksam wurde registriert, dass Ägypten mit 118.000 t der wichtigste Abnehmer war. Dies zeigt eine langsame Verschiebung der Warenströme weg vom Schwarzen Meer nach Europa und Amerika. Dazu passt eine Prognose von SovEcon, nach der die russischen Exporte von 4,3 Mio. t im Dezember auf 2,3 Mio. t im Januar schrumpfen. Bis zum 15. Januar exportierte Russland 25,9 Mio. t Weizen, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vergünstigte Tarife für den Bahntransport für 1 Mio. t. Getreide sollen die Vermarktung von Ware erleichtern, die weit entfernt von den Exporthäfen lagert.Die besseren Exportchancen für die USA und die EU sorgen an der Matif für Bewegung. Gestützt wird der europäische Markt von den steigenden Preisen in den russischen Exporthäfen. Dort wird offenbar vor allem Weizen mit 12,5 Prozent Protein knapp. Die Preise sind deshalb auf 250 US-$/t (220 €/t) gestiegen, der höchste Wert seit vier Jahren. Davon könnten die USA profitieren. Ägypten benötigt in diesem Wirtschaftsjahr noch höherwertigen Weizen, der aus Nordamerika geliefert werden könnte. Bis zum Ende des Wirtschaftsjahres könnten die USA deshalb 1,5 bis 1,7 Mio. t Weizen in Ägypten absetzen, erwartet UkrAgroConsult. 800.000 t könnten private Importeure kaufen, den Rest die staatliche Agentur Gasc.

 Auch in der EU erhofft man sich aus der Verlangsamung russischer Lieferungen eine steigende Exportnachfrage. Dies wäre auch dringend nötig, denn mit 8,96 Mio. t lagen die EU-Verladungen von Weichweizen bis zum 20. Januar um 27 Prozent unterhalb des schon schwachen Wertes aus dem Vorjahr. Gegenüber der Vorwoche wuchs die Menge um 204.000 t. Auch die deutschen Exporte kommen langsam in Fahrt. Innerhalb von zwei Wochen kletterten die Verladungen um 211.000 auf 696.000 t. Die Einfuhren der EU stiegen im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 2,89 Mio. t.

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat Exporteure aufgefordert, die Bedingungen für das Export-Memorandum einzuhalten. Bis zum 18. Januar hatte die Ukraine 11,4 Mio. t Weizen exportiert. Besonders gefragt war Brotweizen mit einer Menge von 6,6 Mio. t, das sind bereits jetzt 83,2 Prozent der vereinbarten Menge für das gesamte Wirtschaftsjahr. Das Ministerium habe Exportunternehmen aufgefordert, Daten zu den Getreideexportplänen für den Rest der Saison, die bis zum 30. Juni läuft, vorzulegen, hieß es weiter. Die Regierung und die Händler hatten sich zu Beginn des Wirtschaftsjahres darauf geeinigt, nicht mehr als 16 Mio. t Weizen zu exportieren, darunter 8 Mio. t Brotweizen. 

Mais dagegen kann sich preislich nicht entwickeln. Zunehmend gelangen nach der Normalisierung auf den Wasserstraßen günstige Importe aus Osteuropa in den Südwesten Deutschlands. Die Ware wird durchaus  bis zu 10,00 €/t günstiger angeboten als inländische oder französische Herkünfte. Diese sind mit 185,00 bis 190,00 €/t im Januar aufgerufen.

Winterungen halten noch
Der aktuelle Frost zeigt noch keine deutlichen Auswirkungen auf die Winterungen. Die Wintersaaten präsentieren sich trotz der niedrigen Temperaturen und der fehlenden Schneedecke in vielen Regionen noch ordentlich.

Euro/US-Dollar: Die Hängepartie beim Brexit und sich eintrübende globale Konjunkturaussichten wirkten sich kaum auf die Devisenmärkte aus. Der Euro pendelte gestern um die 1,1360 US-$ und wird heute Morgen mit 1,1365 US-$ nicht weit davon entfernt gehandelt.

Getreide 23.01.2019: Die lange erwartete Verlangsamung der russischen Exporte setzt nun ein. Die internationalen Getreidemärkte bleiben freundlich gestimmt. In Paris schloss Weizen am Dienstag mit einem Plus von 75 Cent auf 205,75 €/t. Es war der fünfte Handelstag in Folge, der ohne Verluste endete. Auch in Chicago waren die Vorzeichen grün. Der März kletterte um 3,50 auf 521,25 Cent/bushel und steht heute Morgen bei 523 Cent/bushel (169,06 €/t) leicht im Plus.
Die wöchentlichen Exportzahlen in den USA sorgten für keine Begeisterung, waren aber solide. 517.000 t bedeuten gegenüber der Vorwoche ein Minus von 5,5 Prozent, lagen aber um 23 Prozent über der Menge im Vorjahr. Besonders aufmerksam wurde registriert, dass Ägypten mit 118.000 t der wichtigste Abnehmer war. Dies zeigt eine langsame Verschiebung der Warenströme weg vom Schwarzen Meer nach Europa und Amerika. Dazu passt eine Prognose von SovEcon, nach der die russischen Exporte von 4,3 Mio. t im Dezember auf 2,3 Mio. t im Januar schrumpfen. Bis zum 15. Januar exportierte Russland 25,9 Mio. t Weizen, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vergünstigte Tarife für den Bahntransport für 1 Mio. t. Getreide sollen die Vermarktung von Ware erleichtern, die weit entfernt von den Exporthäfen lagert.Die besseren Exportchancen für die USA und die EU sorgen an der Matif für Bewegung. Gestützt wird der europäische Markt von den steigenden Preisen in den russischen Exporthäfen. Dort wird offenbar vor allem Weizen mit 12,5 Prozent Protein knapp. Die Preise sind deshalb auf 250 US-$/t (220 €/t) gestiegen, der höchste Wert seit vier Jahren. Davon könnten die USA profitieren. Ägypten benötigt in diesem Wirtschaftsjahr noch höherwertigen Weizen, der aus Nordamerika geliefert werden könnte. Bis zum Ende des Wirtschaftsjahres könnten die USA deshalb 1,5 bis 1,7 Mio. t Weizen in Ägypten absetzen, erwartet UkrAgroConsult. 800.000 t könnten private Importeure kaufen, den Rest die staatliche Agentur Gasc.

 Auch in der EU erhofft man sich aus der Verlangsamung russischer Lieferungen eine steigende Exportnachfrage. Dies wäre auch dringend nötig, denn mit 8,96 Mio. t lagen die EU-Verladungen von Weichweizen bis zum 20. Januar um 27 Prozent unterhalb des schon schwachen Wertes aus dem Vorjahr. Gegenüber der Vorwoche wuchs die Menge um 204.000 t. Auch die deutschen Exporte kommen langsam in Fahrt. Innerhalb von zwei Wochen kletterten die Verladungen um 211.000 auf 696.000 t. Die Einfuhren der EU stiegen im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 2,89 Mio. t.

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat Exporteure aufgefordert, die Bedingungen für das Export-Memorandum einzuhalten. Bis zum 18. Januar hatte die Ukraine 11,4 Mio. t Weizen exportiert. Besonders gefragt war Brotweizen mit einer Menge von 6,6 Mio. t, das sind bereits jetzt 83,2 Prozent der vereinbarten Menge für das gesamte Wirtschaftsjahr. Das Ministerium habe Exportunternehmen aufgefordert, Daten zu den Getreideexportplänen für den Rest der Saison, die bis zum 30. Juni läuft, vorzulegen, hieß es weiter. Die Regierung und die Händler hatten sich zu Beginn des Wirtschaftsjahres darauf geeinigt, nicht mehr als 16 Mio. t Weizen zu exportieren, darunter 8 Mio. t Brotweizen. 

Mais dagegen kann sich preislich nicht entwickeln. Zunehmend gelangen nach der Normalisierung auf den Wasserstraßen günstige Importe aus Osteuropa in den Südwesten Deutschlands. Die Ware wird durchaus  bis zu 10,00 €/t günstiger angeboten als inländische oder französische Herkünfte. Diese sind mit 185,00 bis 190,00 €/t im Januar aufgerufen.

Winterungen halten noch
Der aktuelle Frost zeigt noch keine deutlichen Auswirkungen auf die Winterungen. Die Wintersaaten präsentieren sich trotz der niedrigen Temperaturen und der fehlenden Schneedecke in vielen Regionen noch ordentlich.

Euro/US-Dollar: Die Hängepartie beim Brexit und sich eintrübende globale Konjunkturaussichten wirkten sich kaum auf die Devisenmärkte aus. Der Euro pendelte gestern um die 1,1360 US-$ und wird heute Morgen mit 1,1365 US-$ nicht weit davon entfernt gehandelt.

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