05/2019

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Ägypten kauft in Frankreich

Getreide 30.01.19 Die Getreidenotierungen in Chicago gaben am Mittwoch nach. Soft Red Winter notiert heute Morgen bei 164,51 €/t leicht schwächer. In Paris konnte Weizen um 75 Cent auf 205,75 €/t zulegen. Die Börsen reagierten damit auf das Ergebnis der jüngsten Ausschreibung der ägyptischen Getreideagentur GASC, das am Dienstag bekannt gegeben wurde. Der größte Getreideimporteur der Welt kaufte 360.000 t Weizen je zur Hälfte in Frankreich und Rumänien. Frankreich kann sich damit erstmals seit eineinhalb Jahren an einem GASC-Tender beteiligen.

Ein Verkauf von 55.000 t US-Weizen nach Taiwan konnte die Enttäuschung in den USA kaum dämpfen. Dort hatten sich Händler ebenfalls Chancen auf ein Geschäft mit Ägypten ausgerechnet. Die USA konnten zwar das günstigste fob-Angebot machen, scheiterten aber an den hohen Frachtkosten.

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Am physischen Markt und an der Börse ist wenig Bewegung am heutigen Mittag. Billige Ware aus Frankreich und verspätete Schiffsware sättigen die ohnehin kleine Nachfrage.

Im Westen wird ab und an Bedarfsgeschäft abgewickelt. Das betrifft allerdings eher den Handel mit Futter- als mit Brotgetreide. Kommt es zu Abschlüssen, liegen die Preise für Futterweizen in Westfalen und in Südoldenburg bei 218 €/t für den Termin Februar/März. Futtergerste liegt in Westfalen bei 220 €/t, in Südoldenburg zwischen 218 und 219 €/t.
Nach Holland ist der Handel sowohl mit Futterweizen als auch -gerste zum Erliegen gekommen, da französisches Futtergetreide zu einem wesentlich niedrigeren Preis an den Markt gelangt. Die Preise liegen lediglich bei 210 €/t.
Die rheinischen Mühlen sind nach wie vor gut versorgt. Sie werden ab und an noch mit verspäteter Schiffsware beliefert und zeigen keinen Bedarf.

Südzucker will Werke schließen

Die Südzucker AG reagiert auf den schwierigen Zuckermarkt. Im Zuckergeschäft schreibt der Konzern tiefrote Zahlen.

Der Restrukturierungsplan sieht Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, teilt Südzucker heute mit. Geplant sind in Deutschland und weiteren europäischen Ländern Kostensenkungsmaßnahmen in den Verwaltungen, aber auch Kapazitätsanpassungen, die zu Werksschließungen mit einer Reduktion des Zuckerproduktionsvolumens von bis zu rund 700.000 t/Jahr führen können. Der gesamte Kosteneinsparungseffekt könne sich auf bis zu rund 100 Mio. €/Jahr belaufen.

Mit dem Restrukturierungsplan verfolgt der Vorstand der Südzucker AG das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19, das im Februar endet, erwartet Südzucker-Vorstand Dr. Thomas Kirchberg im Zuckersegment einen Verlust von 150 bis 250 Mio. €. Der Vorstand will am morgigen Mittwoch seinen Restrukturierungsplan dem Aufsichtsrat vorstellen. Welche Werke geschlossen werden sollen, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Konkrete Beschlüsse zur Restrukturierung werden nach weiteren Beratungen mit dem Aufsichtsrat in den nächsten Wochen angestrebt.

 

Ägypten kauft in Frankreich

Getreide 30.01.19 Die Getreidenotierungen in Chicago gaben am Mittwoch nach. Soft Red Winter notiert heute Morgen bei 164,51 €/t leicht schwächer. In Paris konnte Weizen um 75 Cent auf 205,75 €/t zulegen. Die Börsen reagierten damit auf das Ergebnis der jüngsten Ausschreibung der ägyptischen Getreideagentur GASC, das am Dienstag bekannt gegeben wurde. Der größte Getreideimporteur der Welt kaufte 360.000 t Weizen je zur Hälfte in Frankreich und Rumänien. Frankreich kann sich damit erstmals seit eineinhalb Jahren an einem GASC-Tender beteiligen.

Ein Verkauf von 55.000 t US-Weizen nach Taiwan konnte die Enttäuschung in den USA kaum dämpfen. Dort hatten sich Händler ebenfalls Chancen auf ein Geschäft mit Ägypten ausgerechnet. Die USA konnten zwar das günstigste fob-Angebot machen, scheiterten aber an den hohen Frachtkosten.

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Am physischen Markt und an der Börse ist wenig Bewegung am heutigen Mittag. Billige Ware aus Frankreich und verspätete Schiffsware sättigen die ohnehin kleine Nachfrage.

Im Westen wird ab und an Bedarfsgeschäft abgewickelt. Das betrifft allerdings eher den Handel mit Futter- als mit Brotgetreide. Kommt es zu Abschlüssen, liegen die Preise für Futterweizen in Westfalen und in Südoldenburg bei 218 €/t für den Termin Februar/März. Futtergerste liegt in Westfalen bei 220 €/t, in Südoldenburg zwischen 218 und 219 €/t.
Nach Holland ist der Handel sowohl mit Futterweizen als auch -gerste zum Erliegen gekommen, da französisches Futtergetreide zu einem wesentlich niedrigeren Preis an den Markt gelangt. Die Preise liegen lediglich bei 210 €/t.
Die rheinischen Mühlen sind nach wie vor gut versorgt. Sie werden ab und an noch mit verspäteter Schiffsware beliefert und zeigen keinen Bedarf.

Südzucker will Werke schließen

Die Südzucker AG reagiert auf den schwierigen Zuckermarkt. Im Zuckergeschäft schreibt der Konzern tiefrote Zahlen.

Der Restrukturierungsplan sieht Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, teilt Südzucker heute mit. Geplant sind in Deutschland und weiteren europäischen Ländern Kostensenkungsmaßnahmen in den Verwaltungen, aber auch Kapazitätsanpassungen, die zu Werksschließungen mit einer Reduktion des Zuckerproduktionsvolumens von bis zu rund 700.000 t/Jahr führen können. Der gesamte Kosteneinsparungseffekt könne sich auf bis zu rund 100 Mio. €/Jahr belaufen.

Mit dem Restrukturierungsplan verfolgt der Vorstand der Südzucker AG das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19, das im Februar endet, erwartet Südzucker-Vorstand Dr. Thomas Kirchberg im Zuckersegment einen Verlust von 150 bis 250 Mio. €. Der Vorstand will am morgigen Mittwoch seinen Restrukturierungsplan dem Aufsichtsrat vorstellen. Welche Werke geschlossen werden sollen, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Konkrete Beschlüsse zur Restrukturierung werden nach weiteren Beratungen mit dem Aufsichtsrat in den nächsten Wochen angestrebt.

 

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