05/2021

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Getreide 03.02.2021: Die Weizenmärkte setzten ihre Richtungssuche am Dienstag fort.

An der Chicago Board of Trade (CBoT) verlor der Frontmonat März 6,25 Cent auf 644,75 Cent/bushel (195,57 €/t). Aus Mangel an eigenen richtungsweisenden Impulsen orientierten sich die Kontrakte, Marktbeobachtern zufolge, hauptsächlich am Verlauf des Maismarktes. Dieser verzeichnete erstmals seit über einer Woche wieder einen Tagesverlust. Zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte der starke US-Dollar, der zwischenzeitlich ein Zweimonatshoch markierte.

In Paris beendeten die Weizenkontrakte am Dienstag ihren jüngsten Abwärtstrend, dank der guten internationalen Nachfrage für EU-Weizen. Der März notierte an der Euronext 2,50 € im Plus bei 226,00 €/t. Ägyptens staatliche Getreidegesellschaft GASC gab bekannt 480.000 t Weizen auf dem Weltmarkt geordert zu haben. Den größten Zuschlag dabei erhielt Frankreich mit 240.000 t gefolgt von Russland mit 120.000 t. Jeweils 60.000 t steuern die Ukraine und Rumänien bei. Das ukrainische Wirtschaftsministerium verkündete unterdessen, dass die staatlich verhängte Exportquote von 17,5 Mio. t Weizen mit dem Stand vom 1. Februar zu 74 Prozent ausgeschöpft sei.

In Argentinien schränkt derzeit ein Streik der Lastwagenfahrer den Export von Agrargütern ein. Medienberichten zufolge wird befürchtet, dass sich der Streik in den kommenden Tagen auch auf den Hafen von Rosario ausweiten könnte. Dieser ist der wichtigste Hafen für den Agrarexport. Rund 80 Prozent der argentinischen Ausfuhren werden dort ins Ausland verschifft.
 
Mais: Die fulminante Maisrally der vergangenen Tage fand am Dienstag vorerst ein Ende. Der Frontmonat März verlor an der CBoT in Chicago 6,25 Cent auf 543,00 Cent/bushel (176,27 €/t). An der Euronext in Paris legten die Maiskontrakte am Dienstag leicht zu. Der März gewann 0,50 € auf 217,00 €/t.

Marktbeobachter erklärten den Rücksetzer in Chicago mit Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt deutlichen Kursanstieg. Bislang wurden in dieser Woche noch keine neuen Exportverkäufe nach China gemeldet, sodass viele Händler nun erst einmal schauen, wie sich die Nachfragesituation entwickelt. Verstärkt wurde der Verkaufsdruck durch den starken US-Dollar, der zwischenzeitlich ein Zweimonatshoch markierte.

Begrenzt wurden die Verluste hingegen durch die unsichere Lage in Südamerika. Insbesondere der Streik der argentinischen Lastwagenfahrer könnte in den kommenden Tagen für Lieferengpässe auf dem Weltmarkt sorgen. Mittelfristig stellen sich die Händler bereits auf den Februar-Wasde ein, der in der kommenden Woche veröffentlicht wird. Angesichts des aktuellen Maishungers Chinas rechnen Analysten mit einer deutlichen Korrektur der Exportprognosen.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) verkündete den Exportverkauf von 115.000 t Mais nach Mexiko. Unterdessen erklärte Mexikos Agrarminister Victor Villalobos am Dienstag, dass die Maisimporte des Landes im Lauf des Jahres um bis zu 9 Prozent sinken könnten. So strebt die Regierung an, den Import von genmodifizierten Maissorten einzuschränken und stattdessen die heimische Produktion weiter auszubauen.

Wie aus den offiziellen brasilianischen Exportdaten hervorgeht, wurden im Januar 2,55 Mio. t Mais ins Ausland verschifft. Das waren 450.000 t mehr als im Vorjahresmonat.

Euro: Der Euro gab am Dienstag erneut nach. Im späten Handel in Frankfurt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2043 US-$. 

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