06/2019

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UDSA Schätzung im Fokus

Getreide 06.02.2019: Das Tagesgeschäft am deutschen Kassamarkt gilt als ruhig. Neue Impulse sind derzeit Mangelware. Schon allein deshalb ist der kommende Freitag, an dem das USDA wieder einen Wasde-Report vorgelegt, im Kalender mancher Marktteilnehmer rot markiert.

Am deutschen Kassamarkt für Getreide herrscht derzeit, von kleinem Bedarfsgeschäft einmal abgesehen, weitestgehend Flaute. Das ist sowohl aus dem Handel als auch von Maklern zu hören. Mühlen gelten als gut versorgt, und auch Mischer sind derzeit nicht in nennenswertem Umfang am Markt, wie es heißt.

In dieser Gemengelage warten Marktteilnehmer darauf, dass Saudi-Arabien wieder einen neuen Gerstentender ausschreibt. Noch ist nichts in der Richtung passiert. Aber Beobachter rechnen damit, dass das Bieterverfahren bald ausgeschrieben wird. Doch deutsche Gerste ist in Vergleich zu französischen Qualitäten derzeit teuer, sagen Händler. Außerdem gilt der Markt als knapp.

Mit 9,444 Mio. to bleiben die EU-Weizenexporte in Drittländer weiterhin deutlich hinter den Vorjahresmengen zurück. Die Weizenexporte liegen 26% unter dem Vorjahr und es bleibt abzuwarten, ob das zuletzt auf 18 Mio. to Exporte reduzierte Ziel überhaupt erreicht werden kann. Auch die Gerste verliert im Export immer mehr an Boden. Mit 2,879 Mio. to liegen die Exporte mittlerweile um 15% unter dem Vorjahr. Mittlerweile liegen die Importe in die EU mit insgesamt 19,085 Mio. to Getreide um 3 Mio. to über den Exporten. Die Börse schloss gestern wenig verändert.

 

Viel Soja in US-Lägern

Am Freitag legt das US-Agrarministerium (USDA) in der Zwischenpause im Haushaltsstreit den Marktbericht „Wasde“ für Februar vor. Der Januar-Bericht, der am Markt viel beachtet wird, ist aufgrund des Shutdowns ausgefallen. Die finalen Ertragsschätzungen für die US-Ernte 2018 werden also stattdessen im Februar-Bericht veröffentlicht. Außerdem legt das USDA seine eigentlich für Ende Januar terminierten vierteljährlichen Lagerbestandsberichte für US-Getreide und -Ölsaaten vor sowie den quartalsmäßigen Report zur Winterweizenaussaat.

Marktbeobachter in den USA rechnen mit sehr hohen Sojavorräten in den USA, während sie davon ausgehen, dass die Maissilos um knapp 4 Prozent im Vorjahresbereich abgeschmolzen sind. Die Winterweizenaussaat soll demnach leicht hinter dem Vorjahresniveau zurückbleiben. Und natürlich auch noch von Interesse: Die Prognosen für die Sojaproduktion in Südamerika.

Die Weizenkurse an der Matif geben am Dienstagmittag leicht nach. Der Frontkontrat März notiert mit 204 €/t, das sind 0,50 €/t weniger als am Montag. Der folgende Mai-Future gibt ebenfalls 0,50 €/t nach auf 205,75 €/t. Die neue Ernte zum September-Termin wird unverändert mit 186 €/t bewertet. Etwas freundlicher zeigt sich der Pariser Raps-Future, der zum Fronttermin Mai 0,50 €/t zulegt auf 371 €/t. In Chicago geben die Weizenkurse nach, während Mais, Sojabohnen und Sojaöl freundlich tendieren. Sojaschrot hingegen schreibt rote Zahlen.

 

UDSA Schätzung im Fokus

Getreide 06.02.2019: Das Tagesgeschäft am deutschen Kassamarkt gilt als ruhig. Neue Impulse sind derzeit Mangelware. Schon allein deshalb ist der kommende Freitag, an dem das USDA wieder einen Wasde-Report vorgelegt, im Kalender mancher Marktteilnehmer rot markiert.

Am deutschen Kassamarkt für Getreide herrscht derzeit, von kleinem Bedarfsgeschäft einmal abgesehen, weitestgehend Flaute. Das ist sowohl aus dem Handel als auch von Maklern zu hören. Mühlen gelten als gut versorgt, und auch Mischer sind derzeit nicht in nennenswertem Umfang am Markt, wie es heißt.

In dieser Gemengelage warten Marktteilnehmer darauf, dass Saudi-Arabien wieder einen neuen Gerstentender ausschreibt. Noch ist nichts in der Richtung passiert. Aber Beobachter rechnen damit, dass das Bieterverfahren bald ausgeschrieben wird. Doch deutsche Gerste ist in Vergleich zu französischen Qualitäten derzeit teuer, sagen Händler. Außerdem gilt der Markt als knapp.

Mit 9,444 Mio. to bleiben die EU-Weizenexporte in Drittländer weiterhin deutlich hinter den Vorjahresmengen zurück. Die Weizenexporte liegen 26% unter dem Vorjahr und es bleibt abzuwarten, ob das zuletzt auf 18 Mio. to Exporte reduzierte Ziel überhaupt erreicht werden kann. Auch die Gerste verliert im Export immer mehr an Boden. Mit 2,879 Mio. to liegen die Exporte mittlerweile um 15% unter dem Vorjahr. Mittlerweile liegen die Importe in die EU mit insgesamt 19,085 Mio. to Getreide um 3 Mio. to über den Exporten. Die Börse schloss gestern wenig verändert.

 

Viel Soja in US-Lägern

Am Freitag legt das US-Agrarministerium (USDA) in der Zwischenpause im Haushaltsstreit den Marktbericht „Wasde“ für Februar vor. Der Januar-Bericht, der am Markt viel beachtet wird, ist aufgrund des Shutdowns ausgefallen. Die finalen Ertragsschätzungen für die US-Ernte 2018 werden also stattdessen im Februar-Bericht veröffentlicht. Außerdem legt das USDA seine eigentlich für Ende Januar terminierten vierteljährlichen Lagerbestandsberichte für US-Getreide und -Ölsaaten vor sowie den quartalsmäßigen Report zur Winterweizenaussaat.

Marktbeobachter in den USA rechnen mit sehr hohen Sojavorräten in den USA, während sie davon ausgehen, dass die Maissilos um knapp 4 Prozent im Vorjahresbereich abgeschmolzen sind. Die Winterweizenaussaat soll demnach leicht hinter dem Vorjahresniveau zurückbleiben. Und natürlich auch noch von Interesse: Die Prognosen für die Sojaproduktion in Südamerika.

Die Weizenkurse an der Matif geben am Dienstagmittag leicht nach. Der Frontkontrat März notiert mit 204 €/t, das sind 0,50 €/t weniger als am Montag. Der folgende Mai-Future gibt ebenfalls 0,50 €/t nach auf 205,75 €/t. Die neue Ernte zum September-Termin wird unverändert mit 186 €/t bewertet. Etwas freundlicher zeigt sich der Pariser Raps-Future, der zum Fronttermin Mai 0,50 €/t zulegt auf 371 €/t. In Chicago geben die Weizenkurse nach, während Mais, Sojabohnen und Sojaöl freundlich tendieren. Sojaschrot hingegen schreibt rote Zahlen.

 

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