10/2021

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Neue Marktdaten aus Washington nehmen etwas Feuer aus den Mais- und Sojamärkten. Den Weizenpreisen heizen die Zahlen jedoch weiter ein.

Trotz nochmals angehobener Erwartung an die globale Weizenerzeugung 2020/21 wird die Bilanz enger. Als Gründe nennt das US-Agrarministerium USDA in seinem Marktbericht Wasde für März, der am Dienstagabend veröffentlicht wurde, einen höheren Verbrauch und höhere Exporte. Wegen der gestiegenen australischen Ernte hat das USDA die Ernteschätzung 2020/21 auf einen Rekordwert von 776,8 Mio. t angehoben. Das sind noch einmal 3,3 Mio. t mehr als im Februar geschätzt. Stärker um 6,6 Mio. t geht das Ministerium jedoch für den weltweiten Verbrauch nach oben und schätzt jetzt 775,9 Mio. t.

Vor allem China konsumiert offenbar mehr Weizen und könnte seine Importmengen 2020/21 auf 10,5 Mio. t erhöhen – im Februar lag die USDA-Erwartung 0,5 Mio. t niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr wäre die Menge sogar fast doppelt so hoch. Auch Pakistan, der Nahe Osten und Nigeria kaufen voraussichtlich mehr Weizen.

Die weltweiten Endbestände für 2020/21 schätzt das USDA jetzt um 3,0 Mio. t niedriger als im Februar und rechnet mit 301,2 Mio. t Weizen. Insgesamt wären die Vorräte aber etwas höher als 2019/20.

Globale Sojavorräte steigen leicht

Die Sojapreise hat das USDA mit seinen März-Zahlen ebenfalls etwas beruhigt. Für die US-Bilanz bleibt alles weitgehend unverändert wie im Vormonat. Auch für die Endbestände 2020/21 in geht das Ministerium entgegen den Erwartungen der Analysten nicht von einem weiteren Abbau aus. Es hat die Vorräte in den USA unverändert gelassen und global sogar um etwa 0,4 Mio. t auf 83,7 Mio. t angehoben. Viel ist das zwar nicht, aber die Börsenbeobachter hatten im Vorfeld eher mit einem leichten Rückgang gerechnet.

Auch die Sojaerzeugung 2020/21 soll etwas größer werden als im Februar erwartet. Das USDA nennt jetzt 361,8 Mio. t (Vormonat 361,1). In Brasilien könnte die Ernte trotz den Verlusten wegen Regen um 1,0 Mio. t ansteigen auf 134,0 Mio. t. Dagegen senkt das Ministerium die Erwartung im von Trockenheit geplagten Argentinien um 0,5 Mio. t auf 47,5 Mio. t. An den Exporten und Importen hingegen ändert sich kaum etwas gegenüber Februar.

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