16/2019

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Neue Ernte steht unter Druck

Getreide 17.04.2019: Die guten Ertragsaussichten in Russland, der EU und den USA hinterlassen an den Börsen Spuren. Auch die Maisbestände in Südamerika entwickeln sich weiter ausgezeichnet.

Die Ernteschätzung vom Montag rief an den Börsen am Dienstag die Bären auf den Plan. Die Kurse gaben auf breiter Front deutlich nach, besonders für die neue Ernte. In Paris verloren der Mai 2,75 € auf 186,25 €/t und der September 3,25 € auf 173,75 €/t. Der September schloss damit nur um 25 Cent oberhalb des Kontrakttiefs vom 26. März 2018. Auch in Chicago waren die Vorzeichen tiefrot. Der Mai gab in Chicago um 14,5 Cent auf 445 Cent/bushel nach und kann sich heute Morgen nur leicht auf 446,5 Cent/bushel (145,15 €/t) erholen.
Nur Sommerweizen in Minneapolis kann sich mit Verlusten von 4,5 Cent auf 527,25 Cent/bushel der bärischen Stimmung etwas entziehen. Nach wie vor sind die Sorgen groß, dass im Norden der USA wegen zu nasser Böden und zu niedriger Temperaturen deutlich weniger Sommerweizen angebaut wird. Ansonsten sind die Meldungen aus den wichtigen Anbauregionen durchweg bärisch. Russland erwartet eine Ernte nahe am Rekordergebnis von 2017. In der EU normalisieren sich die Erträge nach einem dürrebedingt schwachen Jahr 2018 und in den USA steht der Winterweizen gut auf den Feldern. Allerdings schrumpft dort die Anbaufläche um 4 Prozent auf den niedrigsten Wert, seitdem die Daten im Jahr 1919 erstmals erhoben wurden.

Auch wenn derzeit die Bären den Takt vorgeben, bleiben für die neue Ernte erhebliche Wetterrisiken. Ob die aktuellen optimistischen Vorhersagen tatsächlich eintreffen, wird von der Witterung in den für den Ertrag entscheidenden Monaten Mai und Juni abhängen. Notwendig sind ausreichende Niederschläge.

Daten aus den rumänischen Seehäfen zeigen, dass das Land im März 435.500 t Weizen exportiert hat, das war doppelt so viel wie im Februar und übertraf das Ergebnis aus dem Vorjahr um 8 Prozent. Im gesamten laufenden Wirtschaftsjahr summieren sich die Ausfuhren bisher auf 4,16 Mio. t, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent. Das Zwischenergebnis aus dem Rekordjahr 2016/17 wird um 8,5 Prozent verfehlt. Wichtigste Käuferländer waren im März Ägypten, Äthiopien und Jordanien.

Euro/US-Dollar: Der Euro gab gestern Nachmittag deutlich nach, kann sich über Nacht aber erholen und notiert heute Morgen bei 1,1303 US-$. Beeinflusst wurde der Markt von Spekulationen zur weiteren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1305 (Montag: 1,1313) US-$ fest.

 

Neue Ernte steht unter Druck

Getreide 17.04.2019: Die guten Ertragsaussichten in Russland, der EU und den USA hinterlassen an den Börsen Spuren. Auch die Maisbestände in Südamerika entwickeln sich weiter ausgezeichnet.

Die Ernteschätzung vom Montag rief an den Börsen am Dienstag die Bären auf den Plan. Die Kurse gaben auf breiter Front deutlich nach, besonders für die neue Ernte. In Paris verloren der Mai 2,75 € auf 186,25 €/t und der September 3,25 € auf 173,75 €/t. Der September schloss damit nur um 25 Cent oberhalb des Kontrakttiefs vom 26. März 2018. Auch in Chicago waren die Vorzeichen tiefrot. Der Mai gab in Chicago um 14,5 Cent auf 445 Cent/bushel nach und kann sich heute Morgen nur leicht auf 446,5 Cent/bushel (145,15 €/t) erholen.
Nur Sommerweizen in Minneapolis kann sich mit Verlusten von 4,5 Cent auf 527,25 Cent/bushel der bärischen Stimmung etwas entziehen. Nach wie vor sind die Sorgen groß, dass im Norden der USA wegen zu nasser Böden und zu niedriger Temperaturen deutlich weniger Sommerweizen angebaut wird. Ansonsten sind die Meldungen aus den wichtigen Anbauregionen durchweg bärisch. Russland erwartet eine Ernte nahe am Rekordergebnis von 2017. In der EU normalisieren sich die Erträge nach einem dürrebedingt schwachen Jahr 2018 und in den USA steht der Winterweizen gut auf den Feldern. Allerdings schrumpft dort die Anbaufläche um 4 Prozent auf den niedrigsten Wert, seitdem die Daten im Jahr 1919 erstmals erhoben wurden.

Auch wenn derzeit die Bären den Takt vorgeben, bleiben für die neue Ernte erhebliche Wetterrisiken. Ob die aktuellen optimistischen Vorhersagen tatsächlich eintreffen, wird von der Witterung in den für den Ertrag entscheidenden Monaten Mai und Juni abhängen. Notwendig sind ausreichende Niederschläge.

Daten aus den rumänischen Seehäfen zeigen, dass das Land im März 435.500 t Weizen exportiert hat, das war doppelt so viel wie im Februar und übertraf das Ergebnis aus dem Vorjahr um 8 Prozent. Im gesamten laufenden Wirtschaftsjahr summieren sich die Ausfuhren bisher auf 4,16 Mio. t, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent. Das Zwischenergebnis aus dem Rekordjahr 2016/17 wird um 8,5 Prozent verfehlt. Wichtigste Käuferländer waren im März Ägypten, Äthiopien und Jordanien.

Euro/US-Dollar: Der Euro gab gestern Nachmittag deutlich nach, kann sich über Nacht aber erholen und notiert heute Morgen bei 1,1303 US-$. Beeinflusst wurde der Markt von Spekulationen zur weiteren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1305 (Montag: 1,1313) US-$ fest.

 

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