27/2019

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Getreide 03.07.2019:Vor dem Start der Weizenernte in Westeuropa ist die Verunsicherung groß.

Gutes Erntewetter und getrübte Exportaussichten in den USA ziehen die Weizennotierungen an der CBoT ins Minus.

Die Notierungen in Paris folgten der Entwicklung an der CBoT. Der September gab um 1,25 auf 177,00 €/t nach, der Dezember fiel um 1,75 auf 181,75 €/t - der tiefste Stand seit drei Wochen. In den USA sorgte besseres Erntewetter für fallende Preise. In den südlichen Plains soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben, sodass der Drusch zügig fortgesetzt werden kann. Der Corp. Progress Report, der am Montag nach Börsenschluss veröffentlicht wurde, zeigte beim Winterweizen einen wöchentlichen Erntefortschritt von 15 auf 30 Prozent, was deutlich weniger ist als der Durchschnitt (48 Prozent), aber im Rahmen der Erwartungen lag. Der Zustand der Bestände wird mit 63 Prozent gut/exzellent (plus 2 Prozent) etwas besser bewertet als vor einer Woche. Beim Sommerweizen ist die Bewertung mit 75 Prozent gut/exzellent unverändert.

In Russland haben Hitze und Trockenheit im Juni das Ertragspotenzial verringert. IKAR reduzierte die Prognose für die Produktion am Montag um 700.000 t auf 79,3 Mio. t und für den Export um 300.000 t auf 36,2 Mio. t. Das Eisenbahnunternehmen Rusagrotrans senkte seine Prognose um 900.000 t auf 79,9 Mio. t. Die russische Regierung entschied, dass bis zum 1. Juli 2021 keine Exportzölle auf Weizen erhoben werden. Während der Weizen in Russland gute Proteinwerte zeigt, besteht in Frankreich die Befürchtung, dass der Eiweißgehalt niedriger ausfallen könnte. In den Frühdruschgebieten hat die Ernte gerade erst begonnen, sodass noch keine repräsentativen Ergebnisse vorliegen. Auch in Deutschland wird darüber spekuliert, wie sich die Hitze auf die Proteingehalte, Hektolitergewichte und Backeigenschaften ausgewirkt haben könnte.

Ägyptens staatliche Getreideagentur (GASC) hat 60.000 t Weizen in Rumänien gekauft. Algerien sucht Weizen, der im August geliefert werden soll.

Saudi-Arabien hat 730.000 t Weizen gekauft, der von September bis November geliefert werden soll. Der Durchschnittspreis lag bei 233,88 US-$/t. Unter den Verkäufern ist auch die Baywa mit zwei Schiffen mit jeweils 60.000 t vertreten.

Mais: Der Maismarkt in Chicago konnte sich am Dienstag leicht erholen. Sorgen bereiten nach wie vor die späte und schlechte Entwicklung der Maisbestände im Norden der USA. In Paris gab Mais um 75 Cent auf 175,50 €/t nach.

Die Maisbestände im Norden und Osten Deutschlands zeigen erste Anzeichen von Trockenstress. Sollten Niederschläge weiter ausbleiben, sind Totalverluste zu befürchten.

 

Getreide 03.07.2019:Vor dem Start der Weizenernte in Westeuropa ist die Verunsicherung groß.

Gutes Erntewetter und getrübte Exportaussichten in den USA ziehen die Weizennotierungen an der CBoT ins Minus.

Die Notierungen in Paris folgten der Entwicklung an der CBoT. Der September gab um 1,25 auf 177,00 €/t nach, der Dezember fiel um 1,75 auf 181,75 €/t - der tiefste Stand seit drei Wochen. In den USA sorgte besseres Erntewetter für fallende Preise. In den südlichen Plains soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben, sodass der Drusch zügig fortgesetzt werden kann. Der Corp. Progress Report, der am Montag nach Börsenschluss veröffentlicht wurde, zeigte beim Winterweizen einen wöchentlichen Erntefortschritt von 15 auf 30 Prozent, was deutlich weniger ist als der Durchschnitt (48 Prozent), aber im Rahmen der Erwartungen lag. Der Zustand der Bestände wird mit 63 Prozent gut/exzellent (plus 2 Prozent) etwas besser bewertet als vor einer Woche. Beim Sommerweizen ist die Bewertung mit 75 Prozent gut/exzellent unverändert.

In Russland haben Hitze und Trockenheit im Juni das Ertragspotenzial verringert. IKAR reduzierte die Prognose für die Produktion am Montag um 700.000 t auf 79,3 Mio. t und für den Export um 300.000 t auf 36,2 Mio. t. Das Eisenbahnunternehmen Rusagrotrans senkte seine Prognose um 900.000 t auf 79,9 Mio. t. Die russische Regierung entschied, dass bis zum 1. Juli 2021 keine Exportzölle auf Weizen erhoben werden. Während der Weizen in Russland gute Proteinwerte zeigt, besteht in Frankreich die Befürchtung, dass der Eiweißgehalt niedriger ausfallen könnte. In den Frühdruschgebieten hat die Ernte gerade erst begonnen, sodass noch keine repräsentativen Ergebnisse vorliegen. Auch in Deutschland wird darüber spekuliert, wie sich die Hitze auf die Proteingehalte, Hektolitergewichte und Backeigenschaften ausgewirkt haben könnte.

Ägyptens staatliche Getreideagentur (GASC) hat 60.000 t Weizen in Rumänien gekauft. Algerien sucht Weizen, der im August geliefert werden soll.

Saudi-Arabien hat 730.000 t Weizen gekauft, der von September bis November geliefert werden soll. Der Durchschnittspreis lag bei 233,88 US-$/t. Unter den Verkäufern ist auch die Baywa mit zwei Schiffen mit jeweils 60.000 t vertreten.

Mais: Der Maismarkt in Chicago konnte sich am Dienstag leicht erholen. Sorgen bereiten nach wie vor die späte und schlechte Entwicklung der Maisbestände im Norden der USA. In Paris gab Mais um 75 Cent auf 175,50 €/t nach.

Die Maisbestände im Norden und Osten Deutschlands zeigen erste Anzeichen von Trockenstress. Sollten Niederschläge weiter ausbleiben, sind Totalverluste zu befürchten.

 

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