34/2020

|   newsletter

Getreide 19.08.2020: Nach der Preis-Rally vom Montag sind die Weizenfutures durch eine Preiskorrektur gegangen. An der Chicago Board of Trade ist der Septemberkontrakt um 9 Cent gesunken auf 507,5 Cent/bushel (umgerechnet 159 €/t). Auch an der Börse in Paris sind die Weizenkontrakte am Dienstag wieder gesunken. Der Frontmonat September verlor 1,75 € auf 183,00 €/t.

In der Ukraine haben sich Landwirte, Exporteure und das Wirtschaftsministerium in einem Memorandum auf eine Obergrenze der Weizenexporte von 17,5 Mio. t für das laufende Wirtschaftsjahr geeinigt. Im vergangenen Jahr lagen die Exporte bei 20 Mio. t. Russlands Weizenexporte haben das Tempo des vergangenen Jahres eingeholt. Vom 1. bis 17. August wurden 2 Mio. t Weizen über die Schwarzmeer-Häfen exportiert, was in etwa der Menge des vergangenen Jahres entspricht. Der Agrarlogistiker Rusagrotrans sieht die August-Exporte bei insgesamt 4,6 Mio. t. Der FOB-Preis an den Schwarzmeerhäfen liege derzeit bei 197-198 US-$/t.

Sowohl der Deutsche Raiffeisenverband als auch der Deutsche Bauernverband äußerten sich zuletzt zur diesjährigen Getreideernte in Deutschland. Laut DRV wird diese bei 42,9 Mio. t liegen und den Vorjahreswert von 44,3 Mio. t damit nicht erreichen. Als Grund wird eine knapp 5,0% kleinere Anbaufläche aufgeführt. Der DBV rechnet mit einem Aufkommen von 42,4 Mio. t, sodass die Werte nur moderat voneinander abweichen. Verglichen mit dem 5-Jahres-Schnitt, der bei 44,4 Mio. t liegt, eine Differenz von 4,5%.

Beide Organisationen führen die rückläufigen Zahlen unter anderem auf den Rückgang des Winterweizenanbaus zurück, der in diesem Jahr mit 2,8 Mio. ha etwa 10% hinter dem Vorjahr lag. Die Erträge konnten sich im Vergleich zu 2019 bei ca. 7,6 t/ha behaupten, sodass der DBV auf ein Ergebnis von 21,1 Mio. t kommt. Im Vorjahr waren es noch 22,8 Mio. t, der Rückgang liegt somit bei 7,5%.

Euro: Der politische Streit in den USA um neue Corona-Hilfen setzt dem US-Dollar zu und beflügelt den Euro. Die Gemeinschaftswährung stieg am Dienstag auf 1,1958 US-$/€. Das ist der höchste Stand seit Mai 2018.

Neuer Konkurrent für Schweinefleisch

Die russischen Weltmarktkäufe von Schweinefleisch sind auf minimale Mengen gesunken. Stattdessen macht Russland der EU als Exporteur Konkurrenz.

Wie aus vom dänischen Dachverband der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) veröffentlichten Außenhandelsdaten hervorgeht, importierte Russland im ersten Halbjahr 2020 weniger als 5.000 t Schweinefleisch. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 64.000 t gewesen. Vor acht Jahren lag die gesamte Einfuhrmenge noch bei rund 1 Mio. t, hat L&F ermittelt. Damals war Russland noch weltweit der zweitgrößte Importeur von Schweinefleisch. Die größten Schweinefleischmengen bezieht Russland aktuell aus Chile. Kleine Mengen kommen zusätzlich aus Argentinien, Paraguay, Weißrussland und Kasachstan.

Exporte nach Asien und in die Ukraine

Auf der anderen Seite tritt Russland zunehmend am Weltmarkt als Exporteur auf. Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich die Ausfuhren auf gut 86.000 t; damit hat sich die Exportmenge gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode fast verdoppelt. Wichtigster Kunde war Hongkong, gefolgt von Vietnam und der Ukraine. Alle drei Länder gehören auch zu den Kunden von Anbietern aus der Europäischen Union, die wohl auch in Zukunft eine größere russische Konkurrenz beachten müssen. Dies gilt umso mehr, da sich Moskau um Exportmöglichkeiten nach China bemüht, denen bisher vor allem die Probleme mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Wege standen. Bei einer weiter zunehmenden Erzeugung gehen Analysten davon aus, dass Russland in den kommenden Jahren noch mehr Schweinefleisch am Weltmarkt verkaufen wird. 

Folienentsorgung   in Börholz vom 01.09.2020 bis 03.09.2020.  Bitte die Folie in folgende Kategorien sortieren: Silofolie/Unterziehfolie, Ballenstretchfolie (Wickelfolie), Ballennetze, Weitere Folien/Netze etc. Bitte geben Sie uns für die Containerplanung kurz Bescheid wieviel m³ Sie ca. haben.  Daniel Strumpen: 02157-8797 11

zurück