34/2021

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Folienentsorgung in Börholz vom 31.08.2021 bis 02.09.2021. Tel 02157 8797-11

Weizen: In Chicago und Paris schlossen die Weizenmärkte am Dienstag mehrheitlich leicht schwächer. Soft Red Winter verlor an der CBoT 1,75 auf 7,18 Cent/bushel und notiert am Morgen bei 716,25 Cent/bushel erneut im Minus. In Kansas schloss Hard Red Winter unverändert bei 704,25 Cent/bushel. Sommerweizen in Minneapolis konnte um 6 auf 930,75 Cent/bushel zulegen. Auch in Paris waren die Vorzeichen mehrheitlich rot. Der September gab um 75 Cent auf 272,75 €/t nach, der meistgehandelte Dezember-Kontrakt schloss unverändert bei 246,50 €/t.

Für Frankreich sieht das Beratungsunternehmen Agritel die Weichweizenernte bei 34,93 Mio. t, das ist deutlich weniger als das Pariser Landwirtschafsministerium erwartet (36,7 Mio. t). Anfang Juni hatte Frankreich noch mit 38 Mio. t Weichweizen eine sehr gute Ernte erwartet. Doch die starken Regenfälle im Juli und August haben dazu geführt, dass das Ergebnis unter den zehnjährigen Durchschnitt fällt. Die enttäuschende Entwicklung in Frankreich ist der Hauptgrund für die zuletzt deutlich festeren Kurse an der Matif. Unter dem Regen haben auch die Qualitäten gelitten. Der hohe Futterweizenanteil werde dazu führen, dass der französische und europäische Markt diese Mengen nicht wird aufnehmen können, befürchten die Agritel-Experten. Diese Mengen müsste auf dem Weltmarkt untergebracht werden, wobei die Hauptabsatzgebiete in Asien liegen. Der Brotweizen reiche aus, um den Bedarf der heimischen Mühlen zu decken. Allerdings sei die Aufbereitung des Getreides aufwendig. Die Agritel-Einschätzung basiert auf einer Branchenumfrage, die vom 18. bis 23. August durchgeführt wurde.

Am 30. August legt StatsCan eine Blilanz der kanadischen Weizenernte vor. Händler rechnen laut einer Umfrage mit einer Menge von 22,6 Mio. t, das wären 6,5 Mio. t weniger als vor einem Jahr und läge um 1,4 Mio. t unterhalb der USDA-Schätzung aus dem August-Wasde.

In Schweden ist die Ernte zwischen 50-60% abgeschlossen. Qualitäten sind nach ersten Aussagen gut. Das Hektolitergewicht liegt bei 77/78 kg. Proteinwerte bewegen sich bei 12,5%.

Die etwas schlechtere Bewertung der US-Maisbestände in Crop Progress-Report vom Montagabend und der schwächere US-Dollar stützten am Dienstag den Markt. Sorgen bereiten derzeit hohe Temperaturen im Corn-Belt-Staat Illinois. Private Exporteure meldeten den Verkauf von 125.300 t Mais an Mexiko zur Lieferung im Wirtschaftsjahr 2021/22, teilte das US-Agrarministerium USDA mit. Argentinien leidet derzeit unter dem Klimaphänomen La Niña, durch das die Niederschläge unterdurchschnittlich ausfallen. Für die kommenden sechs Monate erwarten Meteorologen Niederschlagsdefizite, unter denen die Mais- und Sojabohnenernte leiden könnte. Negative Auswirkungen werden auch in der Logistik erwartet, denn der Río Paraná, über den ein Großteil der Exporte aus Argentinien und Paraguay abgewickelt werden, führt schon jetzt zu wenig Wasser.
 
Euro: Der Euro ist am Dienstag auf den höchsten Wert seit einer Woche gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1740 (Montag: 1,1718) US-$ fest. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1740 US-$. Schwache Daten vom US-Immobilienmarkt und die anhaltend angespannte Corona-Lage in den USA belasteten den US-Dollar. Nach einem Treffen der US-Notenbank will sich deren Präsident Jerome Powell am Freitag zur weiteren Zinspolitik äußern. Mit Signalen zu einem Ausstieg aus der lockeren Zinspolitik wird nicht gerechnet.

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