36/2020

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Folienentsorgung nur noch heute in Börholz

Getreide 02.09.2020: Die bullische Stimmung am US-Weizenmarkt setzte sich am Dienstag fort. An der CBoT in Chicago legte der Dezember zweistellig zu, um 11,75 Cent auf 564,00 Cent/bushel (173,91 €/t). Damit markierte der Kurs ein Fünf-Monats-Hoch.
Für Auftrieb sorgte in erster Linie der schwache US-Dollar, der die Exportfantasien der Händler beflügelte. Zusätzlich wurde die Kauflaune durch Gerüchte befeuert, dass sich China in Kürze wieder kräftig mit US-Weizen eindecken würde. Entsprechende Käufe wurden jedoch bislang nicht bestätigt. Ebenfalls kurstreibend wirkte, dass zuletzt Argentinien und Frankreich ihre Produktionsaussichten aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen gesenkt haben.
 
China gab am Dienstag bekannt, die Gerstenimporte von Australien größtem Getreideexporteur CBH Grains ausgesetzt zu haben. Demnach seien in den Gerstenlieferungen mehrfach Schädlinge gefunden wurden. Diese Entscheidung droht erneut bilaterale Spannungen zu entfachen. China zeichnete zuletzt für 70 Prozent der australischen Gertenexporte verantwortlich.

Während die Kassapreise mancher Paritäten den Rückwärtsgang einlegten, ging es an den Börsen wieder bergauf. Der September-Kontrakt an der Euronext, der sich in der nächsten Woche aus dem Handel verabschiedet erreichte sogar das erste Mal seit über 3 Monaten die 190-Euro-Marke.

Gleichzeitig bremsen die Ernteerwartungen weiterer Exportländer den Weg der Kurse nach oben ab, denn insbesondere für Russland, Australien und Kanada liegen hohe Prognosen vor. Wie Marktbeobachter berichten, deckt Algerien derzeit seinen Bedarf mit Ware aus Polen. Traditionell bedient Frankreich diesen Markt, doch aufgrund der diesjährigen geringen französischen Erntemenge werden Alternativen gesucht.

Euro: Am Dienstag gelang dem Euro erstmals seit Mai 2018 der Sprung über die Marke von 1,20 US-$. Im Anschluss rutschte er jedoch wieder ein ganzes Stück ab.

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