43/2020

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Getreide 21.10.2020: Die Weizen-Futures haben ihren Aufstieg am Dienstag an den US-Börsen unbeirrt fortgesetzt. An der Chicago Board of Trade (CBoT) legte der Dezemberkontrakt 5,00 US-Cent/bushel zu auf einen Endstand von 632,00 US-Cent/bushel (umgerechnet 196,02 €/t).

Die lang ersehnten Regenfälle in Russland waren laut Analysen der Agrarberatung IKAR nicht ausreichend in Fläche und Intensität, um Schäden an der Aussaat für die Ernte des kommenden Jahres abzuwenden. Das russische Agrarministerium berichtet, dass mittlerweile 88% der Winterweizenaussaat in Russland abgeschlossen ist. Trotz aller Sorgen bei der Aussaat geht man davon aus, dass 16,9 Mio ha bestellt sind im Vergleich zu 16 Mio ha im Vorjahr. Unterdessen möchte der Sudan 1 Mio to US-Weizen kaufen und verhandelt mit den USA derzeit die Finanzierung. Vor diesem Hintergrund legte der Weizen am CBoT weiter zu. An der Matif schloss der Weizen nahezu unverändert. Die Trockenheit in Russland, den USA und Argentinien bleibt weiter im Fokus der Händler und Analysten.

Südkorea will bei einem internationalen Tender 60.000 t Futterweizen erwerben. In Japan läuft eine Ausschreibung über 80.000 t Weizen. An der Börse in Paris haben die Weizennotierungen am Dienstag hingegen leicht nachgegeben. Der meistgehandelte Dezember verbuchte ein Minus von 0,5€ auf 211,25 €/t. Algerien hat die Lieferung von 50.000t Weizen international ausgeschrieben.

Die Ukraine hat im laufenden Wirtschaftsjahr 9,6 Mio t Weizen exportiert, rund 600.000 t weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Fob-Preise an den ukrainischen Häfen erreichen derzeit 255 US-$/t. Das ist der höchste Stand seit 21 Monaten.

Euro: Die Gemeinschaftswährung hat sich am Dienstag erholt und kletterte wieder über die Marke von 1,18 US-$/€. Die Europäische Zentralbank  EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1810 (Montag: 1,1785) US-$/€ fest. Der Euro profitierte vom schwachen Dollar, der angesichts der stockenden Verhandlungen über ein Konjunkturpaket in den USA unter Druck geraten ist.

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