44/2020

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Weizen und Mais im Minus

Getreide 28.10.2020: Am Dienstag setzte sich die Korrektur der US-Weizenkontrakte fort. An der Chicago Board of Trade (CBoT) verlor der Frontmonat Dezember 4,25 Cent auf 615,75 Cent/bushel (190,61 €/t).

Die zunehmende Aussicht auf Niederschläge im Mittleren Westen der USA kühlte die Stimmung am zuletzt recht heiß gelaufenen Weizenmarkt weiter ab. Der bevorstehende Regen sorgt hingegen für Erleichterung bei den Produzenten, da nun die Ertragsaussichten für die laufende Saison wieder besser aussehen. Erst am Montagabend wurden die Bestandsaussichten im NASS-Report erheblich herabgesetzt. Lediglich 41 Prozent der Winterweizenbestände wurden mit „good to excellent“ bewertet. Das markierte ein neues Allzeittief für die erste Berichtswoche der Winterweizensaison.

In Russland warten die Winterweizenanbaugebiete unterdessen weiterhin auf die erlösenden Niederschläge. Trotz der anhaltenden Trockenheit wurde die Aussaat inzwischen fast vollständig abgeschlossen. Wie das Analystenhaus SovEcon berichtete, wurden bislang 18 Mio. ha bestellt, was 94 Prozent der Gesamtanbaufläche für Winterweizen entspricht.

In Paris gaben die Weizenkontrakte am Dienstag weiter nach. Der Dezember verlor an der Euronext 1,50 € auf 205,75 €/t.

Die Aussaat von Wintergetreide hat in weiten Teilen von Europa unter trockenen Bedingungen stattgefunden. Doch mancherorts war es auch schlicht zu nass für erfolgreiche Feldarbeiten.  

Euro: Die Flucht aus dem Euro hin zum US-Dollar hielt am Dienstag an. Da in zahlreichen europäischen Ländern erneute Lockdown-Maßnahmen angesichts der steigenden Corona-Zahlen unausweichlich scheinen, setzen Investoren verstärkt auf den Greenback. Im späten Handel in Frankfurt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1780 US-$.

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