45/2020

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Getreide 04.11.2020: Die US-Weizenkontrakte gingen am Dienstag mit gemischten Vorzeichen aus dem Handel. An der Chicago Board of Trade (CBoT) gewann der Frontmonat Dezember 0,50 Cent auf 608,00 Cent/bushel (190,32 €/t).

Für Auftrieb in Chicago und Kansas sorgte vor allem die derzeitige Trockenheit in den wichtigsten Anbaugebieten der USA sowie Russlands. Bullische Impulse schwappten auch von den Finanzmärkten über, die am US-Wahltag in den Rally Modus schalteten. Damit setzten die Kontrakte an beiden Börsen ihren Aufwärtstrend vom Montag fort. Im elektronischen Handel heute Morgen gaben die Weizenkurse indes einheitlich nach. Für Verunsicherung sorgt der derzeit noch offene Ausgang der US-Präsidentschaftswahl.

In Paris legten die Weizenkontrakte am Dienstag marginal zu. Der Dezember gewann an der Euronext 0,25 € auf 205,25 €/t. Laut einer vorläufigen Schätzung des Analystenhauses Refinitiv erreichten Frankreichs Weichweizenausfuhren in Länder außerhalb der EU im Oktober den höchsten Wert innerhalb des laufenden Geschäftsjahres. Die gute Geschäftsentwicklung sei vor allem auf die starke Nachfrage Chinas zurückzuführen.

Die Weizenexporte aus der EU beliefen sich per 2. November auf 6,890 Mio. to und damit 29% unter Vorjahr. Bei der Gerste verließen bisher 2,6 Mio. to die EU. Das waren 13% weniger als im Vorjahr.

Mais: Die US-Maiskontrakte notierten am Dienstag fester. An der CBoT in Chicago gewann der Frontmonat Dezember 3,50 Cent auf 401,00 Cent/bushel (135,03 €/t). Die Kontrakte profitierten in erster Linie von der Hoffnung auf weitere Chinaexporte. Marktbeobachtern zufolge spielen die aktuellen Schwankungen an den Finanz- und Warenmärkten aufgrund der US-Präsidentschaftswahl für den Maismarkt nur eine untergeordnete Rolle. Denn China müsse unabhängig vom Wahlausgang weiterhin seinen hohen Inlandsbedarf decken, was nur mithilfe von US-Importen möglich sei.

Laut vorläufigen Zahlen des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums liegt auch die Maisernte in dem Schwarzmeerland hinter den Erwartungen zurück. Bislang wurde die Maisernte auf 62 Prozent der Flächen eingebracht, was einem Minus von 6,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gravierender ist indes der Rückgang bei den Erträgen. Diese liegen mit 4,77 t/ha rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6,81 t/ha.

Euro: Der Euro profitierte am Dienstag von der Unsicherheit über den Wahlausgang in den USA. So könnte das endgültige Wahlergebnis erst später als erwartet vorliegen und von Amtsinhaber Donald Trump angezweifelt werden. In der Folge kletterte die Gemeinschaftswährung im späten Handel in Frankfurt bis auf 1,1727 US-$.

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