45/2022

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Generalversammlungen Raiffeisen Schwalm-Nette eG für die Bilanzen 2020 und 2021

Die Generalversammlungen für die Bilanzen der Jahre 2020 und 2021 finden am Dienstag, dem 22. November 2022 um 19:30 Uhrim Restaurant Schänzchen, Am Schänzchen 5, 41334 Nettetal statt. Mitglieder haben eine gesonderte Einladung erhalten.

Getreide 09.11.2022: Heute kommt der neue USDA WASDE Bericht. Es scheint, dass die Marktteilnehmer vor diesem Bericht die Handelsrisikopositionen minimiert haben.

US Getreidebörsenpreise waren trotz eines schwächeren US Dollar deutlich schwächer, allen voran der Weizen (der innerhalb des Tages sehr hohe Preisschwankungen aufzeigte).

Bevor wir zu den Handelserwartungen an den WASDE USDA Bericht kommen, ein paar Daten zur Weizenimportausschreibung Algeriens. Algerien soll rund 400.000 t Weizen gekauft haben. Das Preisniveau soll bei rund 365-370 USD/t cif Algerien Importhafen liegen. Das spricht auf dem ersten Blick nicht für den Ursprung EU (vielleicht Frankreich), vor allem aber für Russland (wenn die Frachtraten passen).

Daher scheint die Stimmungslage im EU Exportmarkt etwas gedrückt.

Das ist aber auf der anderen Seite etwas schwer verständlich, wenn man sich die aktuellen Exportzahlen aus der EU von Weizen vor Augen hält. Die EU Kommissionszahlen sagen, dass die EU bis jetzt rund 0,6 Mio. t mehr Weizen exportiert haben soll als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (Deutschland mit 1,5 Mio. t unverändert.). Die Auswertung von Schiffslisten sehen einen noch höheren Abstand (Nachmeldungen an die EU Kommission erwartbar).

Das EU Exportpotential sinkt nun deutlicher, allen voran aus Frankreich (Deutschland hätte aber noch mehr Potential als im Vorjahr).

Dann kommen wir zum WASDE Bericht und den Erwartungen: Die Erwartungen sind relativ einfach: Die Marktteilnehmer erwarten höhere Endbestände 2022/23 für US Mais und US Sojabohnen als noch im Oktober geschätzt (aufgrund höherer Ertragsschätzungen, Verbräuche ändert das USDA sehr selten im November).

Weltweit sollen die 2022/23 Mais- und Weizenendbestände sinken im Vergleich zum Oktober. Für Weizen eher unrealistisch (mehr Weizen in Russland möglich, auch in Kanada, auch in Australien – gleicht Verluste in Argentinien aus), für Mais könnten die Bestände stärker sinken, wenn das USDA die EU Erntemenge wirklich mal deutlicher reduziert (gilt auch für die Ukraine).

Aber: Das USDA hatte in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass Ernteschätzungen immer nur sehr zögerlich gesenkt werden. Daher könnte der USDA WASDE Bericht heute ein Non-Event werden… Aber um 18 Uhr wissen wir mehr.

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