Deutsche verbrauchen weniger Schweinefleisch

|   markttipps

Während der Fleischverbrauch insgesamt seit einigen Jahren weitgehend unverändert bei etwa 60 kg pro Kopf und Jahr liegt, sinkt der Verbrauch von Schweinefleisch im Durchschnitt um jährlich 370 g pro Kopf. Auch bei Milch und Milchprodukten sind tendenziell sinkende Verbrauchsmengen erkennbar. Dagegen steigt der Verbrauch von Rind- und Kalbfleisch sowie Geflügel weiterhin an.

Während der Fleischverbrauch insgesamt seit einigen Jahren weitgehend unverändert bei etwa 60 kg pro Kopf und Jahr liegt, sinkt der Verbrauch von Schweinefleisch im Durchschnitt um jährlich 370 g pro Kopf. Dagegen steigt der Verbrauch von Rind- und Kalbfleisch sowie Geflügel weiterhin an. Das zeigen die Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch auf Basis der Agrarstatistik, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem gestern vorgestellten 14. Ernährungsbericht präsentiert werden. Demnach sind bei Milch und Milchprodukten tendenziell sinkende Verbrauchsmengen erkennbar. Am stärksten ist der Rückgang bei Milch mit 330 g pro Kopf und Jahr. Lediglich der Verzehr von Käse nimmt weiter zu.

Der Verbrauch von Gemüse steigt weiter an und lag 2018 bei 104 kg pro Kopf und Jahr. Signifikante Zuwächse gab es bei Tomaten, Möhren und Roten Rüben sowie Zwiebelgemüse. Auch Hülsenfrüchte steigen in der Gunst der Verbraucher. Bei Obst zeigt sich dagegen ein deutlicher Verbrauchsrückgang um 720 g pro Kopf und Jahr. Besonders betroffen sind Äpfel, Birnen, Tafeltrauben und Apfelsinen. Im Trend liegen hingegen Beeren- und Schalenobst. Stabil geblieben ist der Verbrauch von Erdbeeren, Trockenfrüchten, Kirschen, Pflaumen/Zwetschgen, Aprikosen und Pfirsichen.

Zwar hat der Nahrungsverbrauch von Weizenmehl seit 2007 um durchschnittlich rund 300 g pro Kopf und Jahr signifikant zugenommen. Die Abnahme des Verbrauchs von Roggenmehl sowie Brot und Brötchen führen insgesamt jedoch zu einem Rückgang des Verbrauchs an Getreideerzeugnissen. Auch der Verbrauch an frischen Kartoffeln ist mit 840 g pro Kopf und Jahr statistisch signifikant gesunken.

Die DGE wertet den seit Jahren positiven Trend beim Gemüseverbrauch als erfreulich. Negativ schlage der seit 2010 rückläufige Obstverbrauch zu Buche. Das gilt auch für den sinkenden Verbrauch bei den Getreideerzeugnissen. Der steigende Verbrauch an Käse sowie Rind-, Kalb- und Geflügelfleisch steht laut DGE nicht im Einklang mit dem Ziel einer pflanzenbetonten Ernährung. Zwar seien tierische Lebensmittel nach den ihren "zehn Regeln" eine wertvolle Ergänzung der Ernährung und erleichterten eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung, so die Ernährungsexperten. Da sie aber auch oft fettreich seien und vor allem gesättigte Fettsäuren lieferten, sollte ihr Verzehr nur in kleinen Mengen erfolgen. Auf diese Weise könnten gleichzeitig unerwünschte Folgen für Gesundheit und Klima gemindert werden. AgE

zurück