Europaweit hohe Schweinepreise

|   markttipps

Bei der Vermarktung ihrer Schlachtschweine konnten Landwirte in ganz Europa im 1. Halbjahr 2019 wesentlich höhere Erlöse erzielen. Im Vergleich mit dem Vorjahr stiegen die Marktpreise im europäischen Durchschnitt in der ersten Hälfte dieses Jahres um 9 %.

Eine direkte Vergleichbarkeit untereinander ist dabei allerdings nur sehr bedingt möglich. Je nach Land gibt es unterschiedliche Zielgewichte oder es werden Zuschläge gezahlt, die nicht in die erfassten Preise einfließen.

 

Einer der Gründe für die deutlich höheren Preise ist sicherlich in den europaweit rückläufigen Schlachtzahlen zu finden. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres gingen die Gesamtschlachtzahlen um mehr als 1 % zurück. Gegen diese Entwicklung stemmt sich in erster Linie Spanien, wo die Produktion auch weiterhin ausgebaut wird. Deutliche Rückgänge bei den Schlachtungen verzeichneten dagegen, neben Deutschland, die Niederlande und Polen. Alle 3 Länder gehören zu den größten Produzenten innerhalb der EU. Entsprechend ergab auch der Prognoseausschuss, dass die meisten Marktexperten für ihre Länder 2019 einen deutlichen Produktionsrückgang erwarten. Sowohl für die Produktion als auch für die Bestände werden Rückgänge von rund 1 %

prognostiziert. Entsprechend ist auch für die kommenden Monate nicht davon auszugehen, dass das Angebot wesentlich zunimmt.



Gestützt werden die europaweiten Preiseanstiege zudem von der hohen Nachfrage nach Schweinefleisch aus China. Das Land der Mitte verzeichnet durch die Afrikanische Schweinepest extreme Einbußen bei der Eigenproduktion und hat dieses Jahr einen sehr viel größeren Importbedarf. Bis einschließlich Mai lagen die europaweiten Liefermengen bei annähernd 800.000 t und damit 41 % über dem Niveau des Vorjahres. Auch wenn die Lieferungen in manch andere asiatische Länder in der gleichen Zeit moderat abnahmen, bleibt am Ende doch ein deutliches Plus. (AMI)

Bei der Vermarktung ihrer Schlachtschweine konnten Landwirte in ganz Europa im 1. Halbjahr 2019 wesentlich höhere Erlöse erzielen. Im Vergleich mit dem Vorjahr stiegen die Marktpreise im europäischen Durchschnitt in der ersten Hälfte dieses Jahres um 9 %. Eine direkte Vergleichbarkeit untereinander ist dabei allerdings nur sehr bedingt möglich. Je nach Land gibt es unterschiedliche Zielgewichte oder es werden Zuschläge gezahlt, die nicht in die erfassten Preise einfließen. Einer der Gründe für die deutlich höheren Preise ist sicherlich in den europaweit rückläufigen Schlachtzahlen zu finden. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres gingen die Gesamtschlachtzahlen um mehr als 1 % zurück. Gegen diese Entwicklung stemmt sich in erster Linie Spanien, wo die Produktion auch weiterhin ausgebaut wird. Deutliche Rückgänge bei den Schlachtungen verzeichneten dagegen, neben Deutschland, die Niederlande und Polen. Alle 3 Länder gehören zu den größten Produzenten innerhalb der EU. Entsprechend ergab auch der Prognoseausschuss, dass die meisten Marktexperten für ihre Länder 2019 einen deutlichen Produktionsrückgang erwarten. Sowohl für die Produktion als auch für die Bestände werden Rückgänge von rund 1 % prognostiziert. Entsprechend ist auch für die kommenden Monate nicht davon auszugehen, dass das Angebot wesentlich zunimmt.

Gestützt werden die europaweiten Preiseanstiege zudem von der hohen Nachfrage nach Schweinefleisch aus China. Das Land der Mitte verzeichnet durch die Afrikanische Schweinepest extreme Einbußen bei der Eigenproduktion und hat dieses Jahr einen sehr viel größeren Importbedarf. Bis einschließlich Mai lagen die europaweiten Liefermengen bei annähernd 800.000 t und damit 41 % über dem Niveau des Vorjahres. Auch wenn die Lieferungen in manch andere asiatische Länder in der gleichen Zeit moderat abnahmen, bleibt am Ende doch ein deutliches Plus. (AMI)

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