US-Agrarexporte nach China boomen

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Die USA haben ihre Agrarexporte nach China in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet und führen diese positive Entwicklung auf den Mitte Januar 2020 mit der Volksrepublik geschlossenen "Phase 1-Vertrag" zurück. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) und das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) mitteilten, bezog China im laufenden Jahr bis zum 23. Oktober US-Agrargüter im Wert von 23,6 Mrd $ (20,0 Mrd Euro)

Die USA haben ihre Agrarexporte nach China in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet und führen diese positive Entwicklung auf den Mitte Januar 2020 mit der Volksrepublik geschlossenen "Phase 1-Vertrag" zurück. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) und das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) mitteilten, bezog China im laufenden Jahr bis zum 23. Oktober US-Agrargüter im Wert von 23,6 Mrd $ (20,0 Mrd Euro); das wären etwa 71 % des in dem Vertrag für 2020 angepeilten Wertes. Ob das Ziel vollständig erreicht werde, sei zwar noch unklar. Trotzdem dürfte der Agrarexport nach China in diesem Jahr einen Rekord erreichen. Darauf deute auch der Umfang der noch anstehenden Verkäufe hin.
Wie das USDA und das USTR im Einzelnen ausführten, dürften nach dem Stand vom 8. Oktober noch 8,7 Mio t US-Mais nach China gehen; das wäre für diesen Zeitpunkt eine Spitzenmenge. Das betreffende Volumen von Sojabohnen bezifferten die Washingtoner Beamten auf 17,4 Mio t; das wäre doppelt so viel wie zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2017 - dies ist das Referenzjahr für den "Phase 1-Vertrag". Auch die Sorghumlieferungen ins "Reich der Mitte" hätten sich erfreulich entwickelt. Für Januar bis August 2020 summiere sich der betreffende Erlös auf 617 Mio $ (521,5 Mio Euro), nach lediglich 561 Mio $ (474 Mio Euro) in der entsprechenden Referenzperiode.

Nach Angaben der US-Behörden verachtfachte sich außerdem der in diesem Jahr bis zum 8. Oktober in China generierte Umsatz mit US-Schweinefleisch und entsprechenden Produkten im Vergleich zur Referenzperiode. Von Januar bis August 2020 seien für diese Erzeugnisse in der Volksrepublik insgesamt 1,5 Mrd $ (1,27 Mrd Euro) erlöst worden. Im selben Zeitraum habe sich der Ausfuhrwert von Rindfleisch und entsprechenden Produkten bezogen auf das gesamte Referenzjahr verdreifacht. Das USDA geht davon aus, dass die auch Ausfuhren weiterer Agrarprodukte nach China in diesem Jahr so hoch wie noch nie ausfallen oder zumindest bisherige Rekorde nur knapp verfehlt werden dürften. Dies betreffe unter anderem Haustierfutter, Luzerneheu sowie Erd- und Pekannüsse, aber auch Fertiggerichte. Nach Ansicht von US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue bestätigt die Exportentwicklung die Verhandlungsstrategie von Präsident Donald Trump. AgE

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