Agrar-News der Raiffeisen Schwalm-Nette eG - 17.12.2025
17.12.2025Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu –
eines, das uns erneut gezeigt hat, wie wichtig Verlässlichkeit,
Vertrauen und echte Partnerschaft sind.
Gerade in unruhigen Zeiten ist es gut, sich auf das Wesentliche zu besinnen:
auf Menschen, mit denen Zusammenarbeit Freude macht,
und auf Werte, die Bestand haben.
Für das vergangene Geschäftsjahr möchten wir Ihnen herzlich danken –
Für Ihr Vertrauen, Ihr Miteinander und die angenehme Zusammenarbeit.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ruhige Feiertage,
Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht für das neue Jahr.
Frohe Weihnachten und ein gutes und friedliches neue Jahr!
Vorstand, Aufsichtsrat, Belegschaft und Geschäftsführung
der
Raiffeisen Schwalm-Nette eG
Getreide:
Die Weizenfutures an der Euronext fielen am Dienstag den zweiten Tag in Folge auf neue Laufzeittiefs.
Der Frontmonat März gab an der Euronext 2 Euro auf 185,75 Euro je Tonne ab. An der CBoT schloss der März 2026 mit einem Minus von 11,25 Cent bei 509,50 Cent je Bushel.
An der Euronext wurden am Dienstag langjährige Tiefststände erreicht. Der März-Future schloss bei 185,75 Euro je Tonne, das war der niedrigste Schlusskurs für einen Frontmonat seit August 2020. Hauptgrund für den Preisverfall ist die diesjährige globale Rekordernte, die das Angebot in allen wichtigen Exportnationen in die Höhe getrieben hat. In den vergangenen Tagen kam an der Euronext der festere Euro als weiterer belastender Faktor hinzu. Der Referenzkurs der EZB stieg am Mittwoch auf 1,1776 US-Dollar, das war der höchste Wert seit drei Monaten.
Weitere bärische Nachrichten kamen am Dienstag aus Frankreich: Das Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass die Anbaufläche für Winterweizen für die Ernte im nächsten Jahr gegenüber der Ernte 2025 um 100.000 Hektar auf 4,56 Millionen Hektar ausgedehnt wird. Außerdem befinden sich die Winterweizenpflanzen in einem besseren Zustand als vor einem Jahr. In seinem letzten Bericht vor dem Winter hatte das Landwirtschaftsamt FranceAgriMer Anfang Dezember 97 Prozent der Flächen mit gut und ausgezeichnet bewertet, das sind 11 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Frankreich befindet sich damit auf dem Weg zu einer weiteren Rekordernte.
Die Vermarktung der großen französischen Ernte 2025 im Export verläuft nicht so wie erwartet. Am Dienstag senkte FranceAgriMer die monatlichen Prognose für französische Weichweizenexporte außerhalb der Europäischen Union. Erwartet wird für 2025/26 nun eine Menge von 7,6 Millionen Tonnen, das sind 250.000 Tonnen weniger als im November. Gleichzeitig erhöhte das Amt seine Prognose für die Weichweizenlieferungen innerhalb der EU um 340.000 Tonnen auf 7,39 Millionen Tonnen. Dies trug dazu bei, dass die Prognose für die Weichweizenvorräte zum Ende des Wirtschaftsjahres 2025/26 von 2,83 Millionen Tonnen auf 2,74 Millionen Tonnen gesenkt wurde. Die Zahlen zeigen, dass der Angebotsdruck innerhalb der EU steigt. Auch auf dem deutschen Markt sind in den kommenden Monaten steigende Weizenlieferungen aus Frankreich zu erwarten, die die Preise unter Druck setzten werden.
Am deutschen Kassamarkt gaben die Preise am Dienstag ebenfalls nach. In Südoldenburg fiel der Preis für Futterweizen zur Lieferung von Januar bis März um 2 Euro auf 197 Euro je Tonne. In Hamburg wurde Brotweizen auf diesen Termin unverändert mit 197 Euro je Tonne gehandelt.
Die Weichweizenexporte der Europäischen Union erreichten seit Beginn der Saison 2025/26 bis zum 14. Dezember 10,52 Millionen Tonnen, das sind 360.000 Tonnen mehr als vor einer Woche, aber 260.000 Tonnen weniger als vor einem Jahr. Die Zahlen sind aber nur begrenzt aussagefähig, da nach Angaben der Europäischen Kommission die Daten aus Frankreich, Bulgarien und Irland unvollständig sind. Rumänien ist mit bisher 3,47 Millionen Tonnen weiterhin der größte Weichweizenexporteur der EU, gefolgt von Frankreich (3,45 Millionen Tonnen), Litauen (1,21 Millionen Tonnen), Deutschland (0,75 Millionen Tonnen) und Lettland (0,61 Millionen Tonnen). Für Deutschland sind die von der Kommission angegebenen Mengen seit Wochen nur minimal gestiegen. Der Zuwachs zur Vorwoche beträgt 10.000 Tonnen. Die EU-Gerstenexporte beliefen sich auf insgesamt 5,01 Millionen Tonnen, gegenüber 4,76 Millionen Tonnen in der Vorwoche und 2,14 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum. Deutschland exportierte bereits 694.000 Tonnen Gerste und darüber hinaus Malz, das einer Braugerstenmenge von 185.000 Tonnen entspricht.
