Agrar-News der Raiffeisen Schwalm-Nette eG - 12.08.2026
12.08.2026Düngemittel-Kontrakte: !!!!!Kontraktpreise gelten bis 14.08.2026!!!!!
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Getreide: Im Markt kursieren Gerüchte über eine Vereinbarung für ein Ende der Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer.
Die Weizen-Futures an der Euronext schlossen am Dienstag schwächer. Der meistgehandelte Dezember-Future verlor 2,75 Euro auf 227,50 Euro je Tonne.
An der Euronext setzte sich am Dienstag die seit gut einer Woche vorherrschende Seitwärtsbewegung fort. Die Kurse gaben nach den Gewinnen vom Montag wieder nach. Gerüchte über Gespräche zwischen Russland und der Ukraine über eine Normalisierung des Schiffsverkehrs im Schwarzen Meer sorgten für fallende Preise. Die Türkei hatte in der vergangenen Woche die Kriegsparteien aufgefordert, ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe zu vereinbaren. Bisher wurde von den Kriegsparteien nicht bestätigt, dass es Verhandlungen zu diesem Thema gibt.
Laut einem Bericht der Financial Times hat die Ukraine offenbar auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer anlaufen. US-Vizepräsident JD Vance hatte demnach die Regierung in Kiew darum gebeten, um die Lage auf dem Markt für Rohöl zu stabilisieren.
Das Beratungsunternehmen SovEcon hat eine erste Prognose für die russischen Weizenexporte im August vorgelegt. Erwartet werden Ausfuhren von 3,0 bis 3,4 Millionen Tonnen – nach 4,5 Millionen Tonnen vor einem Jahr und bei einem Fünfjahresdurchschnitt von 5,0 Millionen Tonnen. Sollten die Exporte im August tatsächlich auf dieses Niveau zurückfallen, wäre es die kleinste Augustmenge seit zehn Jahren. Das russische Beratungsunternehmen IKAR hat am Dienstag seine Prognose für das Weizenexportpotenzial des Landes im laufenden Wirtschaftsjahr 2026/27 von zuvor 45 Millionen Tonnen auf 44,5 Millionen Tonnen gesenkt. IKAR prognostiziert aufgrund kleinerer Anbauflächen für Sommerweizen eine Weizenproduktion von 90 Millionen Tonnen, gegenüber zuvor 90,5 Millionen Tonnen.
Die Weizen- und Gerstenexporte der Ukraine lagen vom 1. bis 10. August auf einem sehr niedrigen Niveau, nachdem russische Angriffe die Schwarzmeerhäfen praktisch lahmgelegt hatten, teilte der Ukrainische Agrarrat (UAC) am Dienstag mit. Vom 1. bis 10. August hat die Ukraine etwa 122.000 Tonnen Weizen und 1.160 Tonnen Gerste exportiert, was nur 6 Prozent der Menge des Vorjahresmonats entspreche. „Die Weizen- und Gerstenexporte werden im August und September sehr, sehr schwierig sein“, erklärte die UAC in einem Wochenbericht.
Die Länder der Europäischen Union exportierten im laufenden Wirtschaftsjahr, das am 1. Juli begann, bis zum 11. August 1,011 Millionen Tonnen Weichweizen, teilte die Europäische Kommission am Dienstag mit. Vor einer Woche waren es 704.000 Tonnen; in der vergangenen Woche kamen damit 307.000 Tonnen hinzu.
Die aktuelle Exportmenge liegt damit um 57 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Europäischer Weizen ist teurer als die anderen Exportländer. Entweder geht Europa runter, oder die anderen Exportstaaten heben die Preise an!
